Inhaltsverzeichnis:
- Burkhard Roloff und 62 beteiligte Betriebe
- Till Backhaus über Transparenz und Qualität
- Büffelhof Roggow und Apfelernte in Middelhagen
- Ziel von 20 Prozent Öko-Fläche bis 2026
Burkhard Roloff und 62 beteiligte Betriebe
Organisiert wird die Veranstaltung traditionell vom Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz, wie Burkhard Roloff erklärte. Die teilnehmenden Höfe, darunter Käsereien, Bäckereien, Mostereien, Fleischereien und Gärtnereien, laden zu Mitmachaktionen ein. Besucher können von Hof zu Hof fahren und so in zwölf Regionen verschiedene Schwerpunkte entdecken.
- Hoffeste mit Musik und Marktständen
- Führungen durch Werkstätten und Produktionsräume
- Verkostungen von Käse, Brot oder Fleischprodukten
- Fütterungen von Tieren und Programme für Kinder
In den Vorjahren nahmen jeweils mehr als 10.000 Menschen teil.
Till Backhaus über Transparenz und Qualität
Agrarminister Till Backhaus bezeichnete die Veranstaltung als „Schaufenster für Transparenz, Regionalität und Qualität“. Er hob hervor, dass die Höfe anschaulich zeigten, wie hochwertige Lebensmittel hergestellt werden. Backhaus betonte zudem den Beitrag zur Biodiversität, zum Schutz der Gewässer und zum Klimaschutz.
In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaften nach Angaben des Schweriner Landwirtschaftsministeriums mehr als 1.200 Betriebe rund 210.000 Hektar ökologisch. Das entspricht 16 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Hinzu kommen etwa 300 Verarbeitungsbetriebe, die ebenfalls nach Bio-Standards arbeiten.
Büffelhof Roggow und Apfelernte in Middelhagen
Die Angebote reichen von der Schäferei am Schaalsee mit seltenen Schafrassen bis hin zu Führungen auf dem Demeter Hof Medewege bei Schwerin. Dort gibt es eine Mühlenbäckerei, eine Gärtnerei und Puppenspiele für Kinder. Auf dem Büffelhof Roggow können Fleischprodukte probiert werden. Im Wilsener Beerengarten südlich von Rostock stehen Saatgut und hausgemachte Waren bereit.
Weitere Stationen sind das Naturparadies Teutenberg in Middelhagen auf Rügen, das zur Apfelernte einlädt, sowie die Meck-Schweizer GmbH in Gessin. Dort informieren Mitarbeiter über Agro-Forst-Äcker und öffnen den Bio-Laden sowie ein Hof-Café.
Ziel von 20 Prozent Öko-Fläche bis 2026
Burkhard Roloff betonte, dass bis 2026 rund 20 Prozent der Agrarfläche im Nordosten ökologisch bewirtschaftet werden sollen. Aktuell stockt dieses Ziel, da Bio-Betriebe wirtschaftlich im Nachteil sind. Hohe Kosten bei Pacht und Kauf von Flächen sowie die Konkurrenz durch Investoren und Betreiber von Agri-Photovoltaik-Anlagen bremsen das Wachstum.
Die Landesregierung plant deshalb, in der laufenden siebenjährigen Förderperiode insgesamt 230 Millionen Euro für die ökologische Wirtschaftsweise bereitzustellen. Damit soll die Widerstandskraft der Landwirtschaft gestärkt und die regionale Versorgung gesichert werden.
Quelle: WISMAR FM, www.patioznet.com/de/