Freitag, 16 Januar 2026 16:03

Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof

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 Sichere Fahrradstellplätze am Schweriner Hauptbahnhof. Sichere Fahrradstellplätze am Schweriner Hauptbahnhof. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der Hauptbahnhof Schwerin erhält eine neue Mobilitätsstation. Das Projekt konkretisiert sich. Zahlen, Termine und Preise liegen vor. Der Fokus liegt auf Sicherheit, Verleih und Service. Rund 200 geschützte Stellplätze sollen den Radverkehr am Bahnhof dauerhaft stärken. Im Umfeld des Bahnhofs steht dabei auch die allgemeine Situation im Blick, wie die Lage am Schweriner Hauptbahnhof zeigt.

Inhaltsverzeichnis

Mobilitätsstation Schwerin und NVS

Der Nahverkehr Schwerin übernimmt den Betrieb der Mobilitätsstation. Das Unternehmen bündelt dort sein Fahrradverleihangebot. Geschäftsführer Thomas Schlüter erklärt „Wir haben großes Interesse an der schon lange geplanten Mobilitätsstation“. Der bestehende Verleihstandort am Ziegenmarkt zieht an den Bahnhof um. Die Nähe zum Fern- und Regionalverkehr ermöglicht einen Ausbau des Angebots. Aktuell verzeichnet der NVS rund 1000 Vermietungen pro Jahr. Ziel ist eine deutliche Steigerung dieser Zahl durch den neuen Standort. Geplant ist zudem der Ausbau des Lastenradverleihs. Die Angebote richten sich auch an Familien, Unternehmen und kleine Reisegruppen. Ergänzend wird auf sichere Wege im Stadtgebiet verwiesen, mehr dazu hier.

Bau am Packhof und Gebäude

Die Bauarbeiten begannen im Dezember auf dem städtischen Grundstück Am Packhof. Gegenüber dem Stadthaus entsteht ein zweigeschossiges Gebäude. Voraussetzung ist frostfreier Boden. Das Gebäude bietet etwa 200 wettergeschützte und abschließbare Fahrradstellplätze. Ergänzt wird die Infrastruktur durch weitere Funktionen.

  1. Gepäckschließfächer
  2. Lademöglichkeiten für E-Bikes
  3. Ein Verleih- und Servicepunkt

Für Dauerstellplätze kalkuliert der Betreiber mit 100 Euro pro Jahr. Die Nutzung der Gepäckschließfächer kostet 3 Euro pro Tag.

Kosten, Finanzierung und Zeitplan

Die Gesamtkosten des Baus liegen bei rund 3,2 Millionen Euro. 90 Prozent der Baukosten tragen Bund und Land, weitere 3 Prozent die Metropolregion Hamburg. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme folgt im ersten Quartal 2027. Das Projekt ist langfristig ausgelegt. Laut Businessplan des NVS decken die Einnahmen nach etwa vier Jahren die laufenden Betriebskosten. Im Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten in Schwerin gibt es mehr Informationen.

Radentscheid Schwerin und Reaktionen

Fahrradinitiativen bewerten das Projekt positiv. Sie sehen eine lang bestehende Lücke geschlossen. Madleen Kröner vom Radentscheid Schwerin sagt „Wer sein Rad den ganzen Tag oder gar über Nacht unbeaufsichtigt am Bahnhof lassen soll, entscheidet sich meist dagegen“. Abschließbare Abstellmöglichkeiten gelten als zentral für moderne Mobilität. Kröner ergänzt „Schön, dass es das in Schwerin auch endlich geben wird.“ Mit dem Fahrradparkhaus entsteht erstmals eine sichere Lösung für längeres Parken am Hauptbahnhof.

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Quelle: NORDKURIER, EXTRATIMEOUT

FAQ

Was ist das Fahrradparkhaus am Schweriner Hauptbahnhof?

Das Fahrradparkhaus ist Teil einer neuen Mobilitätsstation und bietet rund 200 wettergeschützte und abschließbare Fahrradstellplätze direkt am Schweriner Hauptbahnhof.

Wer betreibt die Mobilitätsstation am Hauptbahnhof?

Der Betrieb der Mobilitätsstation wird vom Nahverkehr Schwerin übernommen, der dort sein Fahrradverleihangebot bündelt und ausbaut.

Welche zusätzlichen Angebote sind im Fahrradparkhaus geplant?

Geplant sind Gepäckschließfächer, Lademöglichkeiten für E-Bikes sowie ein zentraler Verleih- und Servicepunkt für Fahrräder und Lastenräder.

Wie hoch sind die Kosten für die Nutzung der Stellplätze?

Für einen Dauerstellplatz werden 100 Euro pro Jahr kalkuliert, die Nutzung der Gepäckschließfächer kostet 3 Euro pro Tag.

Wann soll das Fahrradparkhaus fertiggestellt werden?

Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im ersten Quartal 2027 erfolgen.

Wie wird das Projekt finanziert?

90 Prozent der Baukosten tragen Bund und Land, weitere 3 Prozent übernimmt die Metropolregion Hamburg.

Wie reagieren Fahrradinitiativen auf das Projekt?

Fahrradinitiativen wie der Radentscheid Schwerin bewerten das Projekt positiv, da erstmals sichere Abstellmöglichkeiten für längeres Parken am Hauptbahnhof entstehen.