Freitag, 21 November 2025 10:53

Schwerin startet Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen

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Gemeinsames Zeichen gegen häusliche Gewalt in Schwerin. Gemeinsames Zeichen gegen häusliche Gewalt in Schwerin. Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Zum Anlass des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November richtet die Landeshauptstadt Schwerin eine umfassende Aktionswoche aus. Mit Lesungen, Workshops und symbolischen Aktionen soll ein starkes Zeichen für Solidarität und Zivilcourage gesetzt werden. Ziel ist es, auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen und Betroffenen Wege zur Hilfe aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

Symbolische Aktionen vor dem Rathaus

Am Dienstag, den 25. November, werden vor dem Schweriner Rathaus drei Flaggen mit der Aufschrift „Stopp – für ein Leben ohne Gewalt“ gehisst. Zeitgleich erstrahlt das Gebäude in orangefarbenem Licht, das international als Symbol für Hoffnung und Schutz gilt. Die Aktion wird von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt begleitet, darunter Bernd Nottebaum und Claudia Wendorf.

Auch das regionale Beratungsnetzwerk nutzt diesen Tag, um seine Angebote öffentlich zu präsentieren. Bereits um 11.30 Uhr hissen Gewerkschaften eine Fahne gegen Gewalt am Gebäude des Deutschen Gewerkschaftsbunds in der Dr.-Külz-Straße 18. Zuvor, um 11 Uhr, wird im Theater der Hansestadt Wismar das Schauspiel „TAT.SACHEN“ aufgeführt – eine Produktion, die auf Texten des Buches „AktenEinsicht“ basiert.

Ein weiterer kultureller Schwerpunkt liegt in der Förderung regionaler Initiativen. In diesem Zusammenhang passt auch die Entwicklung neuer Projekte in der Stadt, über die hier berichtet wird.

Lesungen und Mitmachangebote in Schwerin

Bereits am 24. November eröffnet Schauspielerin Gesine Cukrowski die Aktionswoche mit einer Lesung im Audimax der Designschule Schwerin. Einen Tag später bietet der Mädchen- und Frauentreff im Café Kränzchen einen Selbstbehauptungskurs an. Parallel dazu findet um 16.45 Uhr die Kundgebung „Rote Schuhe“ an der „Wand der Femizide“ in der Schmiedestraße statt.

Auch Cafés und Bäckereien beteiligen sich: Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ werden verteilt, um das Thema in den Alltag zu bringen. Am 26. November folgt der Nachmittag „Kochen & Schnacken – Was hilft?!“ im Schweriner Mädchentreff. Das Frauenbildungsnetz schließt sich am 4. Dezember mit einem kostenfreien Online-Workshop „Frauen und Technik“ an.

Weitere kulturelle und gesellschaftliche Aktionen, die das Stadtleben bereichern, werden regelmäßig vorgestellt – etwa hier bei kulturellen Jubiläen in Schwerin.

Unterstützung und Hilfsangebote in der Landeshauptstadt

Wer häusliche oder sexualisierte Gewalt erlebt, kann sich in Schwerin an mehrere Einrichtungen wenden. Zu den wichtigsten gehören:

  1. Frauenhaus Schwerin – Tel. 0385 / 555 73 56
  2. Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking – Tel. 0385 / 521 905 41
  3. Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt – Tel. 0385 / 521 905 44
  4. Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Claudia Wendorf – Tel. 0385 / 545 1271

Im Jahr 2024 suchten 26 Frauen und 28 Kinder Schutz im Frauenhaus. Bis Oktober 2025 waren es bereits 24 Frauen und 33 Kinder. Die Zahl der Beratungen stieg von 394 auf 529. Diese Zahlen zeigen den wachsenden Bedarf an Unterstützung.

Einen Überblick über alle Veranstaltungen und Hilfsangebote gibt es unter mehr Informationen.

Gesellschaftliches Signal aus Schwerin

Mit der Aktionswoche setzt Schwerin ein deutliches Zeichen für Menschlichkeit und Verantwortung. Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Wendorf betont, dass viele Gewalttaten aus Angst oder Scham nicht gemeldet werden. Die Stadt ruft deshalb dazu auf, hinzusehen und Betroffene zu unterstützen.

Mit ihren vielfältigen Veranstaltungen will die Landeshauptstadt Bewusstsein schaffen und die Botschaft fest verankern: Gewalt gegen Frauen und Kinder darf in keiner Gesellschaft toleriert werden. Weitere Berichte über das soziale Engagement der Stadt finden Sie hier.

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Quelle: Schwerin, PATIZONET