Mittwoch, 09 November 2022 19:19

Kopfteil vom Bett polstern - So geht's!

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Bett zu polstern Bett zu polstern pixabay

Es ist nicht schwer, das Kopfteil vom Bett selber zu polstern. Mit etwas handwerklichem Geschick und Geduld kann jedes Bettkopfteil innerhalb kurzer Zeit mit einem Polster aufgewertet werden. Viel Werkzeug ist dafür nicht erforderlich. Und bei der individuellen Gestaltung des Bettes gibt es einen großen, kreativen Spielraum.

 

Das wird benötigt, um ein Bettkopfteil zu polstern

  • Robuster Stoff in Wunschfarbe
  • Schaumstoffplatte (etwa 2 bis 3 Zentimeter dick)
  • Geeigneter Kleber, ungefähr 300 bis 500 Milliliter
  • Schere, Kugelschreiber, Filzstift, Maßband / Zollstock zum Messen
  • Elektro-Tacker oder Hammer und kleine, kurze Nägel (maximal 8 Millimeter lang, abhängig von der Dicke des Kopfteils)

Kopfteil ausmessen, Stoff und Polster zuschneiden

Um zu wissen, wie viel Stoff und Polster benötigt wird, ist es im ersten Schritt notwendig, das Kopfteil auszumessen. Hier wird von den beiden Außenkanten die Länge abgemessen sowie bis zum höchsten Punkt. Daraus ergibt sich dann ein Rechteck. Jetzt ist es notwendig, noch eine Zugabe von mindestens 15 Zentimetern rundherum hinzuzurechnen. Die Zugabe wird benötigt, um den Stoff auf der Rückseite zu befestigen.

Ist der Stoff schon vorhanden, ist es am einfachsten, das Kopfteil auf die Rückseite des Stoffes zu legen. Das Stoffmuster wird nun zunächst ausgerichtet. Danach wird rundherum ebenfalls mit einer Zugabe von 15 Zentimetern der Stoff angezeichnet.

Schaumstoffplatte zuschneiden

Der Schaumstoff, um das Bett zu polstern, benötigt keine Zugabe. Er wird passgenau zu den Außenkanten des Kopfteils zugeschnitten. Dafür wird das Kopfteil zum Anzeichnen auf das Polster gelegt. Im Anschluss wird die Schaumstoffplatte mit einer Schere sauber ausgeschnitten.

Schaumstoff aufkleben

Jetzt beginnt der eigentliche Prozess, das Kopfteil vom Bett zu polstern. Zunächst wird auf das Kopfteil auf die zu polsternde Seite vollflächig Kleber aufgetragen. Hier ist Vorsicht geboten, denn nicht jeder Kleber eignet sich dafür. Der Klebstoff muss sowohl auf dem Holz oder der Dekor-Beschichtung des Kopfteils und auf dem Schaumstoff gut haften. Es lohnt sich, in hochwertigen Klebstoff zu investieren und sich im Vorfeld zum Beispiel im Baumarkt beraten zu lassen.

Ist der Kleber aufgetragen, wird der Schaumstoff bündig mit den Kanten aufgeklebt. Jetzt muss der Kleber erst einmal trocknen, was durchaus einen Tag dauern kann.

Stoff befestigen

Der schwierigste Teil beim Bett polstern ist der Stoff. Am besten arbeitet man hier mit zwei Personen.

Zuerst wird der Stoff mit der Vorderseite auf eine saubere Arbeitsfläche gelegt. Das mit Polster bezogene Bettteil wird nun auf die Stoffrückseite aufgelegt. Das Muster sollte jetzt noch einmal genau ausgerichtet werden. Ein Helfer sollte das Kopfteil ab sofort gut festhalten, damit es nicht mehr verrutschen kann. Alternativ ist es hilfreich, das Bettteil am Arbeitstisch mit Schraubzwingen festzuklemmen.

Gearbeitet wird von der Mitte oben zu den Außenkanten nach links und rechts. So lassen sich kleine Falten noch gut herausarbeiten, damit sie nicht direkt im Sichtfeld sitzen. Das bedeutet folglich, dass zuerst der Stoff oben in der Mitte an der Kante glattgezogen und dann auf der Rückseite des Kopfteils mit einem Tacker befestigt wird. Wer keinen Tacker hat, kann ebenso kurze (!) Nägel und Hammer verwenden. Wichtig ist, dass die Nägel vorne nicht durchstechen und die Tackernadeln von vorne nicht sichtbar sind.

Es muss stets darauf geachtet werden, dass der Stoff straff um die Kanten gezogen wird, um unschöne Falten zu vermeiden. Die Tackernadeln werden etwa alle drei bis fünf Zentimeter gesetzt. Der Stoff muss durchgehend auf Spannung gehalten werden.