Dienstag, 01 Februar 2022 12:30

Rückenbeschwerden - die häufigsten Typen

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Wirbelgleiten Wirbelgleiten pixabay

diese vom Nacken bis hin zum Kreuz und können von dort in sämtliche Regionen des Körpers ausstrahlen, sodass man im Zweifel nicht einmal genau weiß, von wo der Schmerz genau kommt.

Oft sind auch der Hals- und Brustwirbelbereich betroffen. Die Ursachen für Rückenbeschwerden können dabei sehr vielseitig sein, doch welches sind die häufigsten Typen und was haben sie zu bedeuten?

Kreuzschmerzen lokalisieren

Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit Kreuzschmerzen zu kämpfen. Darunter werden alle Schmerzen zusammengefasst, die unterhalb der Rippen und oberhalb der Hüfte entspringen. So wird beispielsweise das Wirbelgleiten oder auch der Hexenschuss unter dem allgemeinen Begriff der Kreuzschmerzen beschrieben. Starke Kreuzschmerzen können sich besonders negativ auf den Alltag auswirken. Als Tipp kann man nur sagen, dass man in Bewegung bleiben sollte, denn eine zu starke Schonhaltung kann zu chronischen Beschwerden führen. Meist bleiben die Kreuzschmerzen nur wenige Tage bestehen und sind nicht gefährlich, bei anhaltenden Schmerzen sollte man aber dringend einen Arzt aufsuchen.

Der bekannte Hexenschuss

Der Hexenschuss ist vielen bekannt und eine der tückischsten Formen der Kreuzschmerzen. Meist schießt der Schmerz bei einer falschen Bewegung ganz plötzlich direkt in den Rücken hinein. Der Schmerz kommt dabei aus der Lendenwirbelsäule und wird von Muskelverspannungen ausgelöst. Je nach Ausmaß des Hexenschusses kann nur eine kleine Bewegung reichen, um den betroffenen Menschen komplett außer Gefecht zu setzen, sodass dieser sich kaum mehr bewegen kann. Meist strahlt der Hexenschuss nicht weiter aus und kann aus diesem Grund mit großer Sicherheit diagnostiziert werden.

Bandscheibenvorfall als Dauerbelastung

Die Bandscheiben bestehen aus einem gelartigen Kern, der von Knorpelfasern umgeben ist. Wenn der Knorpel über längere Zeit hinweg verschlissen wird, kann die Bandscheibe rissig werden und an Flexibilität verlieren. Wenn man dann eine schwere Belastung ausübt und dabei nicht auf seine Haltung achtet, kann es zu einem Bandscheibenvorfall kommen. Dabei könnte der äußere Ring der Bandscheibe einreißen, womit der gelartige Kern nach außen treten, also vorfallen kann. Dieses Gewebe kann bei falscher Haltung auf die Nerven der Wirbelsäule drücken, was natürlich einen extremen Schmerz verursacht. Neben den Schmerzen können sogar Taubheitsgefühle oder Kribbeln entstehen – selbst Lähmungserscheinungen sind keine Seltenheit. Neben den schweren Verläufen gibt es aber auch Bandscheibenvorfälle, die keine Schmerzen verursachen und daher relativ lange unentdeckt bleiben. Bandscheiben können auch intakt auf die Nerven in der Wirbelsäule drücken, indem sie sich lediglich verschieben. Wenn das der Fall ist, spricht man von einer Bandscheibenvorwölbung.

Nackenschmerzen im Beruf

Nackenschmerzen zählen zu den häufigsten Rückenbeschwerden. Sie treten vermehrt bei Menschen auf, die berufsbedingt viel sitzen müssen und sich daher im Alltag zu wenig bewegen. Fehlhaltungen beim Sitzen können dafür sorgen, dass sich mit der Zeit gewisse Muskelstränge im Nacken verkürzen und sich ausgewachsene Fehlhaltungen entwickeln, die dauerhaften Schaden verursachen. Langes Sitzen führt dann zu hartnäckigen Verspannungen im Nacken, die sich in verschiedenen Beschwerden äußern können. Zu den häufigsten Beschwerden zählen hier Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder auch Sehstörungen und nicht immer kommt man bei einer Selbstdiagnose auf den verspannten Nacken als Auslöser. In schlimmen Fällen kann ein verspannter Nacken sogar zu Fieber führen.