Inhaltsverzeichnis:
- Peter Todt sieht Schlüsselrolle für Schwerin
- Arndt Müller warnt vor explodierenden Kosten
- Georg Kleinfeld und Leif-Erik Holm verteidigen das Projekt
- Antrag abgelehnt – Planungen gehen weiter
Peter Todt sieht Schlüsselrolle für Schwerin
Die Industrie- und Handelskammer Schwerin bewertet den Zubringer als entscheidend für die Standortentwicklung. Hauptgeschäftsführer Peter Todt verweist auf die Bedeutung des Industrieparks Schwerin, der mit direkter Anbindung an die Autobahn neue Chancen für die gesamte Metropolregion Hamburg eröffnen könnte.
Todt nennt mehrere Vorteile:
- Entlastung der Innenstadt durch Umleitung des Verkehrs.
- Vorteile für Logistikunternehmen im Landkreis Ludwigslust-Parchim.
- Bessere Vermarktung bestehender Gewerbeflächen in Schwerin-Süd, Görries und Sacktannen.
Mit der neuen Bahnstation „Schwerin Industriepark“ sei ein erster Schritt erfolgt. Der A14-Zubringer würde dieses Angebot abrunden.
Arndt Müller warnt vor explodierenden Kosten
Kritik kommt von Arndt Müller, Fraktionschef der Bündnisgrünen. Er bezeichnet das Vorhaben als „verzichtbar“ und fordert ein Ende der Planungen. Die Gründe: steigende Kosten, fehlende Förderzusagen sowie keine Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Die Entwicklung der Kosten im Überblick:
- 2008: 6 Millionen Euro
- 2020: 10 Millionen Euro
- Heute: rund 17 Millionen Euro
Eine Umweltbelastung durch die Versiegelung von neun Hektar Fläche und Eingriffe in acht Hektar Wald erhöht laut Müller zusätzlich die Risiken.
Georg Kleinfeld und Leif-Erik Holm verteidigen das Projekt
Unterstützung erhält das Vorhaben von CDU und AfD. CDU-Vertreter Georg Kleinfeld betont, dass steigende Baukosten bei langfristigen Projekten nicht ungewöhnlich seien. Zudem hätten zahlreiche Firmen bereits im Vertrauen auf den Zubringer investiert.
Leif-Erik Holm (AfD) betont den wirtschaftlichen Nutzen. Er fordert eine zügige Umsetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu sichern.
Auch Baudezernent Bernd Nottebaum verweist auf die erwartete Förderung von Land und Bund. So könne der städtische Anteil trotz Gesamtkosten von 17 Millionen Euro auf rund 6 Millionen Euro begrenzt bleiben – je nach Baukostenentwicklung möglicherweise auch 10 Millionen.
Antrag abgelehnt – Planungen gehen weiter
Der Antrag der Grünen auf Stopp des Projekts wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Stadtverwaltung will bis Sommer eine detaillierte Vorlage mit allen Kostenschätzungen und Finanzierungsmodellen präsentieren. Dann folgt eine erneute politische Bewertung.
Aus Sicht der Landesregierung ist der A14-Zubringer zentral für die Investorengewinnung. Trotz ökologischer Eingriffe verfolgt auch das Land die Umsetzung der Anbindung aktiv weiter. Der Streit um Nutzen und Kosten dürfte damit anhalten.
Quelle: Nordkurier, www.24edu.info/de